Jahresrückblick 2025: vom Ankommen und Neubeginnen

Auch dieses Jahr hat Judith Peters wieder zum Jahresrückblog – also dem gemeinsamen Verbloggen des Jahresrückblicks – aufgerufen und ich bin gerne dabei.

Meine kurze Antwort auf die Frage, wie das Jahr denn so war, wäre in etwa diese: Politisch gesehen war das Jahr 2025 offensichtlich eine Katastrophe (und mir fehlt die Zuversicht, dass es im neuen Jahr wesentlich besser wird). Persönlich kann ich aber zufrieden auf das Jahr schauen.

Die lange Antwort liest du hier

Meine Themen und Highlights in 2025

Ankommen

Nach einem größeren Umzug Ende 2024 mit neuem Lebensumfeld und Beruf war mein Motto für 2025 „ankommen“. Ausnahmsweise wollte ich mir gar nichts anderes vornehmen und mich „einfach“ voll darauf einlassen, in diesem neuen Leben anzukommen.
Auch wenn sich natürlich so einige ungeplante Dinge (wie u.a. dieser Blog) eingeschlichen haben, hat sich mein Jahresmotto tatsächlich erfüllt. Ich habe neue nette Menschen kennengelernt und Freundschaften geknüpft. Das Haus ist ein zu Hause geworden und bei der Arbeit fühle ich mich inzwischen auch sicherer.

Also alles in allem, war das Jahr in dieser Hinsicht wirklich gut.

Ich kann nicht ohne … Schreiben und Kreativität

Eigentlich wollte ich mich ja dieses Jahr aufs Ankommen konzentrieren (s.o.) und auf all die Dinge, die nach so einem Umzug eben anstehen. Sobald aber die neue Arbeit nicht mehr all meine Ressourcen verbraucht hat, kam es wieder durch, dieses nagende Gefühl, dass mir das nicht reicht.

Es gibt einfach diese Themen, die mich sehr beschäftigen: Nachhaltigkeit, Feminismus, Medizin, Gesundheitsbildung. Manches davon kann ich in meinem Beruf, manches in meiner Freizeit ausreichend ausleben. Manches aber auch nicht in der Tiefe, in der ich mich gerne damit beschäftigen möchte.

Außerdem schreibe ich einfach sehr gerne und arbeite Ideen aus. Noch lieber mache ich das, wenn ich damit andere anrühren oder inspirieren kann. Und dafür habe ich ein Ventil gebraucht. Das ist eben der Blog bzw. das Schreiben und Kreativsein für mich.

Also habe ich diesen (neuen) Blog gestartet mit dem expliziten Ziel hier einen Raum für ALLE Themen, die mich beschäftigen zu schaffen. Sehr gut passend zu diesem Vorsatz – wenn auch zu keinem der oben genannten Themen – war der erste “Blogartikel” zur schwarz-weiß Poesie.

Ein weiteres kleines Ritual, das wieder mehr kreatives Gestalten in meinen Alltag bringt, ist der Monatsrückblick als Art Journal nach der Idee von Maren. Man gestaltet sich eine Journalseite mit den „Papierschnipseln“ des Monats. Damit kann man sehr schön den Monat reflektieren und gleichzeitig macht es einen unterm Monat aufmerksamer für das schöne Papierzeug, das einem so in die Finger kommt.

Garten ist mein Yoga

Ich liebe es im Garten zu buddeln, zu säen und zu pflanzen. Und wenn das nicht geht, macht die Planung des Gartens und der Beete genau so viel Spaß.

Auch wenn meine Pläne mal wieder völlig unrealistisch waren, habe ich doch (teilweise mit Hilfe von Familie und Freunden) einiges geschafft, sodass aus einer Schlammwüste schon einigermaßen ein Garten geworden ist:

  • Wir haben das zukünftige Gemüsebeet vorbereitet, mit Sträuchern umpflanzt, Blumen & erstes Gemüse gesät und konnten schon ein klein wenig ernten.
  • Als Hecke, zur Unterteilung des Gartens und für den Vorgarten habe ich viele Sträucher gepflanzt.
  • Einen Teil des Gartens mussten wir fräsen, weil der Boden von den Bauarbeiten so verdichtet war. Anschließend haben wir Rasen gesät.
  • Wir haben bei Kleinanzeigen Steine aus einem Scheunenabriss gefunden und daraus eine Trockensteinmauer gebaut. Sie wird zukünftig ein Trockenbeet beherbergen.
  • 2 Bäume haben es schon in den Garten geschafft: eine Wildpflaume und ein Apfelbaum

Medizin und Gesundheitsbildung

Im normalen Leben arbeite ich als Ärztin in einer Klinik. Nach dem Umzug habe ich nicht nur den Arbeitsplatz, sondern auch die Fachrichtung gewechselt. Das war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.

Ein Typ Patientinnen begegnet mir dort häufig: Menschen, die ihren Körper sehr schlecht kennen. Deshalb frage ich mich, wie man Gesundheitsbildung gestalten könnte (und müsste), damit sie auch wirklich wirkt und dass mehr Menschen davon profitieren können. So bin ich auf das Konzept der “comprehensive sexual education” (also der umfassenden Sexualbildung) gestoßen, das ziemlich überzeugend klingt. Mittelfristig möchte ich mich gerne in dem Bereich weiterbilden und engagieren.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ja schon fast ein Triggerwort, so häufig wie es uns im Alltag um die Ohren gehauen wird – oft nur zu Werbezwecken und mit nichts als heißer Luft gefüllt. Wenn man davon absieht, finde ich es aber ein wirklich wichtiges Thema, das mich in den letzten Jahren zunehmend beschäftigt.

Ich bin weit davon entfernt, Expertin zu sein und kann noch sehr viel lernen. Ganz zu schweigen davon, wie viel ich noch besser machen kann und möchte. Dennoch – bzw. weil ich erkannt habe, dass nachhaltig(er) zu leben eine lebenslange Entwicklung ist – habe ich ein umfangreicheres Schreibprojekt dazu gestartet. Das Thema: wie wir mehr Nachhaltigkeit in unseren Alltag bringen können, anhand meiner Erfahrungen, Ideen und Herausforderungen.

Im Rahmen dieses Schreibens sprudeln auch so einige Ideen, wie ich mich gerne vor Ort engagieren möchte. Die müssen aber noch reifen im Laufe des Jahres…

Weitere schöne und besondere Momente in 2025

Mein 2025-Fazit

Worauf bin ich 2025 stolz?

  • Ich bin angekommen. Das Jahresmotto hat sich erfüllt.
  • Nach längerer Pause habe ich wieder deutlich mehr gelesen als die ganzen Jahre zuvor.
  • Trotz viel Arbeit habe ich regelmäßig Sport gemacht.

Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?

Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?

Ein Beruf mit scheinbar perfekten Bedingungen macht mich nicht zwangsläufig auch zufrieden. Der Inhalt ist mir wichtiger. Die Bedingungen muss man sich manchmal passender machen.

Ich kann nicht ohne Schreiben.

Es lohnt sich, auch mal etwas auszuprobieren, zu dem man sich erst überwinden muss.

Ein positiver und offener Umgang mit Fehlern ermöglicht es erst, aus ihnen zu lernen.

Erste Male

Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt/gemacht:

  • Barfuß im Januar durch den Fluss gestiegen
  • Alleine wandern
  • Selbst operiert, nicht nur assistiert
  • Erster Nachtdienst
  • Eclair gegessen
  • Zum ersten Mal in Holland

Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?

Ich bin unendlich dankbar für meine Familie und Freunde und dass wir alle gesund sind und es uns gut geht.

Außerdem bin ich dankbar, dass ich einen Beruf gefunden habe, der mir Spaß macht – vor allem auch dank meiner tollen Kolleginnen.

An den meisten Tagen bin ich dankbar für meine vielen Ideen, meinen Wissensdurst und mein Bedürfnis, Dinge zu ergründen, die mich zu diesem Blog gebracht haben.

Mein 2025 in Zahlen

  • veröffentlichte Blogartikel: 14
  • Kommentare auf dem Blog: 5 (und ich freue mich über jeden einzelnen sehr!)
  • gelaufene Kilometer (Jogging): 169 km
  • Aufstiege insgesamt (Jogging, Wandern, Radfahren): 4028 m
  • gelesene Bücher: 12
  • gepflanzte Sträucher: 54

Meine Ziele für 2026

  • Das Schreibprojekt zum Thema Nachhaltigkeit abschließen und in irgendeiner Form veröffentlichen.
  • Ein erstes kleines Nachhaltigkeitsprojekt umsetzen.
  • Mich beruflich in einer Fortbildung weiterbilden (Thema steht noch nicht ganz fest).
  • Den Garten “fertig” bepflanzen und die geplante Struktur gestalten.
  • An einem Lauf teilnehmen.
  • An einer Blogparade teilnehmen.

Diesen Ausblick auf das neue Jahr möchte ich schließen mit einem Zitat aus meinem neuen Abreißkalender von Ein Guter Plan: “Was das neue Jahr dir bringt, hängt stark davon ab, was du dem neuen Jahr mitbringst.” — Vern McLellan.

Du willst noch mehr Jahresrückblicke von interessanten Menschen lesen? Dann lies hier weiter.

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